Es gibt Orte, die man sich nicht selbst aussucht. Fuerteventura war so einer. 2016 war ich zum ersten Mal dort, und ehrlich gesagt nur, weil andere Fotografen mir super Fotos versprochen hatten. Dass mich die Insel nicht mehr loslassen würde, ahnte ich damals noch nicht.
Februar 2016: Mit Julia auf die Insel
Im Februar 2016 bin ich mit Julia hingeflogen, damals eines meiner Stammmodels. Der erste Eindruck: karg. Sehr karg. Weite, Stein und Sand, so weit das Auge reicht. Und doch lagen dazwischen faszinierende Spots, wie ich sie an keiner anderen Stelle in Europa gesehen habe.
Wir waren auf Location-Suche und haben tolle Spots gefunden. Nebenbei stand auch ein Auftrag an: Für einen Yoga-Online-Shop habe ich Kleidung fotografiert. Untergebracht waren wir in Morro Jable, ganz im Süden der Insel.

Cofete: Ein Kraftort
Dann Cofete. Es gibt Orte, an denen man sofort spürt, dass sie etwas Besonderes sind. Für mich ist Cofete ein Kraftort. Dort haben wir Sonnenuntergangsfotos gemacht, und während das Licht langsam weicher und wärmer wurde, war alles andere plötzlich ganz weit weg.

Die Rückfahrt von Cofete war dann eine echte Herausforderung. Es war stockfinster, und genau dort verschluckt das schwarze Gestein das Licht. Beleuchtung gibt es keine, und es besteht Abgrundgefahr. Da ist man sehr konzentriert unterwegs und froh über jeden Meter, den man hinter sich hat.
Die Ostküste hoch und runter
Danach ging es die ganze Ostküste hoch und runter, als Vorerkundung für den Workshop 2018. Bei jedem Stopp stellte sich dieselbe Frage: Funktioniert das hier mit Models und Teilnehmern?

2018: Das Fotocamp
2018 war ich zum zweiten Mal auf der Insel, diesmal mit dem Fotocamp. Und das war unglaublich. Wir haben unvorstellbar viele tolle Locations zusätzlich gefunden, mehr, als ich nach der Vorerkundung je gedacht hätte. Wie es bei einem Fotocamp zugeht, zeigt auch mein Beitrag über das Teneriffa Fotocamp.

Schön auf den zweiten Blick
Fuerteventura ist keine Insel, die einen sofort umhaut. Sie ist erst auf den zweiten Moment schön. Man muss sich auf das Karge einlassen, dann zeigt sie, was in ihr steckt. Seither bin ich häufig dort, und von Aufenthalt zu Aufenthalt hat es mir besser gefallen. Die Insel ist nicht überlaufen, und die Strände sind nicht in Worte zu fassen.

Cofete, Corralejo und bald wieder
Meine absoluten Highlights sind nach wie vor Cofete und die Dünen oben bei Corralejo. Mittlerweile fahre ich auch im Urlaub hin, einfach um dort zu sein. Und ich kann es kaum erwarten, bald wieder auf Fuerteventura zu sein.




